Dr. Sabine Viktoria Schneider
Dr. Sabine Viktoria Schneider
Dr. Sabine Viktoria Schneider
Dr. Sabine Viktoria Schneider

„Ach, wie schön war doch die unbeschwerte Kindheit….“ Wenn ich früher solche Aussagen gehört habe, musste ich oft schmunzeln und hab‘ das alles gar nicht so wirklich ernst genommen. Bis ich dann selber älter wurde und bemerkt habe, dass es mir genauso geht. Auch ich war plötzlich nicht mehr so unbeschwert und leider auch nicht mehr so unkompliziert wie früher.

Ich habe begonnen über Dinge nachzudenken, die mir früher nicht einmal aufgefallen wären.
Das hat, bis zu einem gewissen Grad, aus psychologischer Sicht zwar auch sein Gutes. Weil uns unsere Erfahrungen, die wir von Jahr zu Jahr sammeln, natürlich auch prägen. Im positiven, wie im Negativen.

Manche Erfahrungen, die wir gemacht haben, machen wir nur einmal. Dieses eine Mal gehört Sie aber eben dazu. Daraus lernen wir für’s Leben.
Was jedoch nicht dazu gehört ist, sich von diesen Erfahrungen den ganzen Spaß am Leben nehmen zu lassen. Und durch eigene, innere Überzeugungen, zu strikt, oder auch zu selbstreglementiert zu werden.

Um diesem Zustand nun fortan aktiv entgegenzuwirken, sollten wir alle wieder lernen uns selbst mehr zuzuhören und uns zu beobachten. Nämlich immer dann, wenn wir etwas nicht machen, weil wir glauben, dass das zu gefährlich ist, oder wir uns dabei verletzten könnten. Oder sonst irgendwelche Horrorszenarien im Kopf entwickeln. Immer dann sollten wir uns erst noch einmal ganz genau überlegen, warum wir diese Gedanken eigentlich haben. Und wo sie herkommen.

In vielen Situationen wäre unser Leben nämlich definitiv viel schöner und lustiger, wenn wir wieder beginnen würden kindlicher und auch naiver darüber zu denken. Ja… naiver! Unbeschwerte Kinder überlegen sich nämlich nie woran sie jetzt scheitern könnten. Oder sich gar verletzen. Sie probieren Dinge aus. Auch, wenn sie dann das eine oder andere Mal mit aufgeschlagenen Knien nach Hause kommen. Das gehört einfach dazu.

Aber nie mehr Spaß haben, um sich die Knie nicht mehr aufzuschlagen…? Das geht ja gar nicht, oder? Da ist es besser mal für ein paar Tage ein Pflaster draufzukleben, bevor man den Spaß im Vorfeld verpasst. Das finde ich, sollte eine unserer neuen Überzeugungen werden! Dann ist auch das Erwachsenen-Leben gleich wieder viel lustiger und unbeschwerter.
Ich selbst verwende dann notfalls übrigens immer Kinderpflaster – dann tut’s gleich nicht mehr so weh :o) ….

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